Statistik: Wie viele Menschen in Deutschland sind in der PKV?
Die Frage, wie viele Menschen in Deutschland privat krankenversichert sind, ist wichtiger als sie auf den ersten Blick wirkt. Denn neben den rund 8,7 Millionen Vollversicherten gibt es zusätzlich über 28 Millionen Zusatzversicherte – also deutlich mehr, als viele vermuten. Wer zur PKV gehört, wie sich die Zahlen zusammensetzen und was das über das System verrät, zeigen die folgenden Daten.
Die wichtigsten Statistiken zur PKV in Deutschland
Die private Krankenversicherung (PKV) ist für rund 10 % der Bevölkerung essenzieller Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Mit 44 Anbietern, 8,7 Millionen Vollversicherten und über 28 Millionen Zusatzverträgen bildet sie eine starke Säule neben der gesetzlichen Krankenversicherung.
Besonders bei Beamten, Selbstständigen und Gutverdienern ist die PKV erste Wahl. Die Beitragsentwicklung, Versichertenstruktur und regionale Unterschiede zeigen, wie bedeutend die PKV für das deutsche Gesundheitssystem geworden ist – und welche Herausforderungen vor ihr liegen.
Wie viele PKV gibt es in Deutschland?
Die private Krankenversicherung (PKV) spielt in Deutschland zwar zahlenmäßig eine kleinere Rolle als die gesetzliche, ist aber für viele Menschen – gerade Beamte, Selbstständige und Gutverdiener – die erste Wahl. Insgesamt gibt es aktuell 44 private Krankenversicherer in Deutschland.
Und auch wenn sich die Anzahl durch Fusionen wie die zwischen Barmenia und Gothaer immer wieder leicht verschiebt (manche sprechen von 42), bleibt der Markt im Kern breit und gut aufgestellt.
Aufteilung der Anbieter nach Rechtsform:
- 24 Aktiengesellschaften
- 18 Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit
- 2 verbundene Einrichtungen (z. B. Postbeamtenkrankenkasse)
| Unternehmen | Website |
|---|---|
| Debeka Krankenversicherungsverein | www.debeka.de |
| DKV Deutsche Krankenversicherung | www.dkv.de |
| Allianz Private Krankenversicherung | www.allianz.de |
| AXA Krankenversicherung | www.axa.de |
| Signal Iduna | www.signal-iduna.de |
| Barmenia Krankenversicherung | www.barmenia.de |
| Continentale Krankenversicherung | www.continentale.de |
| HUK-Coburg Krankenversicherung | www.huk.de |
| HanseMerkur Krankenversicherung | www.hansemerkur.de |
| Gothaer Krankenversicherung | www.gothaer.de |
| Alte Oldenburger Krankenversicherung | www.alte-oldenburger.de |
| ARAG Krankenversicherung | www.arag.de |
| Union Krankenversicherung | www.ukv.de |
| Universa Krankenversicherung | www.universa.de |
| R+V Krankenversicherung | www.ruv.de |
| LVM Krankenversicherung | www.lvm.de |
| Württembergische Krankenversicherung | www.wuerttembergische.de |
| Envivas Krankenversicherung | www.envivas.de |
| Provinzial Krankenversicherung | www.provinzial.de |
| Bayerische Beamtenkrankenkasse | www.vkb.de |
| Concordia Krankenversicherung | www.concordia.de |
| DBV Deutsche Beamtenversicherung | www.dbv.de |
| DEVK Krankenversicherung | www.devk.de |
| Die Bayerische Krankenversicherung | www.diebayerische.de |
| Hallesche Krankenversicherung | www.hallesche.de |
| Inter Krankenversicherung | www.inter.de |
| LKH Landeskrankenhilfe | www.lkh.de |
| Münchener Verein Krankenversicherung | www.muenchener-verein.de |
| Nürnberger Krankenversicherung | www.nuernberger.de |
| Ottonova Krankenversicherung | www.ottonova.de |
| Süddeutsche Krankenversicherung | www.sueddeutsche-kv.de |
| Versicherungskammer Bayern | www.vkb.de |
| VGH Krankenversicherung | www.vgh.de |
| VRK Krankenversicherung | www.vrk.de |
| Württembergische Krankenversicherung | www.wuerttembergische.de |
| Advigon Versicherung | www.advigon.ch |
| Janitos Krankenversicherung | www.janitos.de |
| Mecklenburgische Krankenversicherung | www.mecklenburgische.de |
| SDK Krankenversicherung | www.sdk.de |
| Vigo Krankenversicherung | www.vigo.de |
| DFV Deutsche Familienversicherung | www.deutsche-familienversicherung.de |
Wie viele Menschen in Deutschland sind privat versichert?
Auch wenn die gesetzliche Krankenversicherung den Löwenanteil der Bevölkerung absichert, ist die private Krankenversicherung (PKV) ein fester und relevanter Bestandteil im deutschen Gesundheitssystem – vor allem für Beamte, Selbstständige und gutverdienende Angestellte.
Wer genau hinschaut, merkt schnell: Die PKV ist zwar kleiner als die GKV, aber definitiv kein Nischenthema.
Stand 2025 sind in Deutschland 8,7 Millionen Menschen privat vollversichert – das entspricht knapp 10 % der Bevölkerung. Die Zahl wächst seit Jahren leicht an, was unter anderem daran liegt, dass seit 2021 jährlich mehr Menschen von der GKV in die PKV gewechselt sind als umgekehrt. Allein 2024 gab es einen Nettozuwachs von 23.300 Versicherten für die PKV.
Aber: Die PKV ist mehr als nur die Vollversicherung. Hinzu kommen 28,5 Millionen Zusatzversicherungen – für Zahn, Krankenhausaufenthalte, Auslandsreisen oder Chefarztbehandlung. In Summe sprechen wir also über 37,2 Millionen Versicherungsverhältnisse. Viele davon sind natürlich Doppelnennungen (Voll- plus Zusatzpolice), aber die Dimension wird trotzdem deutlich.
Welche Berufsgruppen sind in der PKV am meisten vertreten?
Die PKV ist alles andere als zufällig verteilt.
Über die Hälfte der Vollversicherten (53,1 %) sind Beamte oder beihilfeberechtigte Angehörige – kein Wunder, denn sie bekommen einen Großteil der Behandlungskosten vom Staat erstattet und versichern nur den Rest privat. Dahinter folgen:
- Selbstständige & Freiberufler: 22,4 %
- Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze: 19,8 %
- Sonstige Gruppen: 4,7 %
Auch die Altersstruktur ist spannend:
- 18–30 Jahre: 12 %
- 31–50 Jahre: 38 %
- 51–65 Jahre: 32 %
- über 65 Jahre: 18 %
Der Anteil älterer Versicherter steigt – das bringt für die PKV langfristig Herausforderungen mit sich, weil mit dem Alter auch die Gesundheitskosten steigen. Die Lebenserwartung liegt bei rund 81 Jahren, und mit jedem Jahr steigen die medizinischen Ausgaben pro Kopf deutlich.
PKV-Beitragsentwicklung und regionale Unterschiede
2025 haben sich die Beiträge in der PKV kräftig bewegt: Im Schnitt stiegen sie um 18 %, einzelne Tarife sogar bis zu 40 %.
Hauptgründe: Klinikaufenthalte sind teurer (+37,5 % Pflegetag seit 2021), Medikamente kosten mehr (+15,2 %) und die allgemeine Gesundheitsinflation liegt bei 6,8 %. Dennoch bleibt die PKV attraktiv für viele, vor allem wegen des Arbeitgeberzuschusses.
Zahlen, die zählen:
- Versicherungspflichtgrenze 2025: 73.800 € brutto im Jahr
- GKV-Höchstbeitrag: 1.174,16 €/Monat
- AG-Zuschuss PKV: max. 471,32 €/Monat
- Durchschnittlicher PKV-Beitrag: ca. 689 €/Monat
Beispiel: Ein 40-jähriger Angestellter mit 80.000 € Jahresbrutto zahlt netto in der PKV nur etwa 218 €/Monat, verglichen mit 587 € in der GKV – das kann sich also lohnen.
Regional ist die PKV übrigens auch sehr unterschiedlich verbreitet. Hier die Top 5 Bundesländer nach Anteil der Vollversicherten an der Bevölkerung:
| Bundesland | PKV-Vollversicherte | Anteil an der Bevölkerung |
|---|---|---|
| Hamburg | 0,39 Mio. | 20,3 % |
| Hessen | 1,05 Mio. | 16,1 % |
| Bayern | 1,91 Mio. | 14,2 % |
| Baden-Württemberg | 1,43 Mio. | 12,8 % |
| Sachsen-Anhalt | 0,17 Mio. | 7,1 % |
Klar erkennbar: In wirtschaftsstarken Bundesländern und Großstädten ist die PKV überdurchschnittlich stark vertreten.
Wie hoch sind die durchschnittlichen PKV-Beiträge?
Wenn Du 2025 privat versichert bist oder darüber nachdenkst, in die PKV zu wechseln, wirst Du um ein Thema nicht herumkommen: die Beitragshöhe. Und hier hat sich einiges getan. Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung sind 2025 im Durchschnitt auf 623 Euro pro Monat gestiegen.
Das ist ein kräftiger Sprung – im Vergleich zum Vorjahr sind es rund 18 % mehr. Zwei Drittel der Versicherten sind davon betroffen, bei einem Drittel blieb’s stabil oder es gab nur kleine Anpassungen.
Klingt viel? Ist es auch – aber man muss sich die Details anschauen.
PKV-Beiträge je nach Tarif
Die Bandbreite in der PKV ist groß. Das liegt an unterschiedlichen Tarifmodellen und persönlichen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und Selbstbeteiligung.
| Tariftyp | Beitrag (2025) | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Standardtarif | ca. 400 €/Monat | Für Bedürftige, Basisversorgung, 48.000 Versicherte |
| Basistarif | max. 942,64 €/Monat | Sozialtarif, oft anteilig von Sozialträgern übernommen |
| Vollversicherung | ca. 450–900 €/Monat | Der Regelfall – Beitrag je nach Person individuell |
Warum steigen die PKV-Beiträge so stark?
Dafür gibt es gleich mehrere Gründe – und die liegen nicht bei den Versicherten selbst, sondern in der Kostenentwicklung im Gesundheitssystem:
- Krankenhauskosten sind explodiert: +37,5 % pro Pflegetag in nur zwei Jahren. Warum?
- Höhere Löhne für Pflegepersonal (+12 %)
- Strengere gesetzliche Vorgaben bei der Personalbesetzung
- Investitionen in teure Technik wie OP-Roboter
- Arzneimittel werden teurer:
- Besonders in der Onkologie und Neurologie: +15,2 % für patentgeschützte Medikamente
- Ambulante Behandlungen kosten mehr:
- Mehr Facharzttermine (+14 % seit 2020)
- Aufwändige Diagnostik (z. B. Ganzkörper-MRT: ca. 1.200 €)
Dazu kommen demografische Effekte: Die Versicherten werden älter. Der Durchschnitt liegt bei 47 Jahren, und die Gruppe der über 65-Jährigen wächst jedes Jahr um rund 4,8 %. Klar, dass mit steigendem Alter auch die Kosten steigen – Stichwort Lebenserwartung: aktuell 81,3 Jahre.
Die PKV kostet – aber sie leistet auch. 2025 liegt der Durchschnittsbeitrag bei 623 Euro im Monat, mit stark steigender Tendenz. Die Gründe dafür sind klar: mehr ältere Versicherte, teurere Medizin, höhere Ansprüche im System. Trotzdem bleibt die PKV für viele – vor allem Beamte, Selbstständige und Gutverdiener – eine finanziell sinnvolle Alternative zur GKV, besonders wenn man gesund ist und den Beitrag durch Selbstbeteiligung oder Tarifoptimierung im Griff behält.
Wer sich einmal gut aufstellt, kann langfristig profitieren – trotz steigender Kosten.
GKV vs. PKV: Wer zahlt wie viel?
Trotz der Preisanstiege bleibt die PKV in vielen Fällen attraktiv – vor allem für Beamte und gutverdienende Angestellte.
| Berufsgruppe | PKV (netto/Monat) | GKV (brutto/Monat) |
|---|---|---|
| Angestellter (80.000 €) | 218 € | 587 € |
| Beamter (Beihilfe 50 %) | 312 € | – |
| Selbstständiger (120.000 €) | 689 € | 1.174 € |
Wichtig zu wissen:
- In der PKV hängt der Beitrag vom persönlichen Risiko ab – also vom Alter, Gesundheitszustand, Tarif.
- In der GKV zahlst Du einkommensabhängig, egal wie gesund Du bist.
- Der Arbeitgeber zahlt in der PKV max. 471,32 €/Monat dazu – nicht 50 %, wie in der GKV.
Regionale Unterschiede bei den PKV-Beiträgen
Je nach Bundesland gibt es teils deutliche Abweichungen beim durchschnittlichen Beitrag. Das liegt u. a. an lokalen Versorgungskosten und der Altersstruktur der Versicherten.
| Bundesland | Durchschnittsbeitrag | Abweichung zum Bund |
|---|---|---|
| Hamburg | 578 € | –7,2 % |
| Bayern | 602 € | –3,4 % |
| NRW | 619 € | –0,6 % |
| Sachsen-Anhalt | 674 € | +8,2 % |
Wer in strukturschwächeren Regionen wohnt, zahlt oft mehr – auch wegen höherem Altersdurchschnitt der Versicherten und weniger Wettbewerb bei Anbietern.
Wie haben sich die PKV-Beiträge seit 1970 entwickelt?
Wenn Du wissen willst, wie sich die Beiträge in der privaten Krankenversicherung (PKV) über die letzten Jahrzehnte verändert haben, lohnt sich ein Blick zurück – denn die Entwicklung war alles andere als linear.
Seit den 70er-Jahren sind die Beiträge in Wellen gestiegen, mal moderat, mal mit deutlichen Sprüngen. Und im Vergleich zur GKV? Da hat die PKV insgesamt die Nase vorn – zumindest was Beitragstreue betrifft. Aber eins nach dem anderen.
1970–1990: Stabil, überschaubar – aber nur auf den ersten Blick
In den 70ern war ein PKV-Beitrag für einen 30-jährigen Single bei etwa 50 bis 70 DM im Monat. Inflationsbereinigt sind das heute etwa 120 bis 170 Euro. Damals war das doppelt so viel wie der GKV-Höchstbeitrag – 50,31 € im Jahr 1970.
Warum das so moderat wirkte?
- Die Versicherten waren im Schnitt jung und gesund.
- Es gab kaum kostspielige medizinische Verfahren.
- Und politisch blieb’s ruhig: große Gesundheitsreformen? Fehlanzeige.
In den 80ern änderte sich das – die PKV führte Alterungsrückstellungen ein, was die Beiträge leicht steigen ließ. Zwischen 1970 und 1990 legten die Beiträge im Schnitt um 4,1 % pro Jahr zu, während die GKV bereits mit 5,7 % jährlich zulegte.
1991–2005: Boom, Systemwettbewerb, Kostenanstieg
Nach der Wiedervereinigung wurde es richtig spannend. Neue Versicherte aus Ostdeutschland mit höheren Gesundheitsrisiken kamen in die Systeme. In der PKV bedeutete das: Mehr Aufwand, mehr Kosten.
Von 1991 bis 2005:
- PKV +68 % Beiträge (ca. 3,8 % jährlich)
- GKV +89 % Beiträge (ca. 4,9 % jährlich)
Haupttreiber:
- Einheitslasten nach der Wiedervereinigung
- Teurere Medikamente, etwa erste Biologika
- PKV-Tarifvielfalt nahm zu – und damit auch der Leistungsumfang
2005 war ein Schlüsseljahr: Die GKV hob den Beitragssatz auf 14,6 % an – die PKV begann, Rückstellungen für demografische Risiken aktiver auszubauen.
2006–2020: Entspannung durch Rücklagen, aber EU mischt mit
In dieser Phase beruhigte sich die Beitragsspirale etwas. Die PKV verzeichnete im Schnitt nur noch 2,2 % Steigerung pro Jahr, die GKV lag bei 3,7 %.
Was dämpfte die Dynamik?
- Unisex-Tarife ab 2012: Männer und Frauen zahlen gleich – das führte zu Umstellungen.
- Alterungsrückstellungen wurden kräftig ausgebaut (bis 2020: 280 Mrd. €).
- Gleichzeitig strich die GKV 43 Einzelleistungen, was PKV-Zusatzversicherungen interessanter machte.
2021–2025: Inflation, Pandemie, Systemstress
In den letzten Jahren wurde es wieder ungemütlicher. Die Beiträge schießen hoch – die Gründe sind vielfältig:
- COVID-19-Nachholeffekte: 2023 stiegen die Leistungsausgaben um 9,8 %.
- Krankenhauskosten: +37,5 % höhere Betriebskosten 2024 – durch Energiepreise, mehr Personal, mehr Technik.
- Demografie: Der Anteil der über 80-Jährigen liegt in der PKV bei 18 % (2025). Klar, dass das was kostet.
Ergebnis: 2025 steigen die Beiträge um durchschnittlich 12 %, zwei Drittel der Versicherten zahlen sogar 18 % mehr. Aber: Auch die GKV-Höchstbeiträge sind explodiert – 1.174,16 € pro Monat, das ist das Zehnfache von 1970.
Langfristiger Vergleich GKV vs. PKV
| Zeitraum | PKV ⌀ Steigerung | GKV ⌀ Steigerung |
|---|---|---|
| 1970–1990 | 4,1 % p.a. | 5,7 % p.a. |
| 1991–2005 | 3,8 % p.a. | 4,9 % p.a. |
| 2006–2020 | 2,2 % p.a. | 3,7 % p.a. |
| 2021–2025 | bis zu 18 % einmalig (2025) | ähnlich hohe Steigerungen durch Zusatzbeiträge & Höchstbemessung |
Warum sind die PKV-Beiträge insgesamt stabiler?
Das liegt vor allem an der kapitalgedeckten Finanzierung. Die PKV arbeitet mit Rückstellungen – mind. 30 % der Beiträge fließen in die Altersvorsorge. Wenn die gut kalkuliert sind, dämpfen sie Beitragssprünge im Alter.
Außerdem:
- Risikobasierte Beiträge (Alter, Gesundheit) statt einkommensabhängiger Finanzierung wie in der GKV
- Keine Belastung durch Rentnerlasten anderer, wie es in der GKV über das Umlageverfahren der Fall ist
Und heute?
2025 zahlen die Versicherten je nach Alter:
| Altersgruppe | ⌀ Beitrag 2025 | Veränderung vs. 2020 |
|---|---|---|
| 20–30 Jahre | 450 € | +22 % |
| 40–50 Jahre | 623 € | +18 % |
| 60–70 Jahre | 720 € | +12 % |
| >80 Jahre | 680 € | +9 % |
Gerade Jüngere trifft der Beitragsanstieg am stärksten. Bei Älteren wirken die Alterungsrückstellungen: Ab 60 Jahren sinken die Beiträge teilweise wieder – etwa durch den Wegfall des 10 %-Zuschlags und Krankentagegeld, das wegfällt.
Die PKV-Beiträge sind seit 1970 kontinuierlich gestiegen, aber langsamer als in der GKV. Im Schnitt lag die Erhöhung bei rund 3,1 % jährlich, verglichen mit 5,7 % in der GKV. Große Sprünge – wie 2025 mit bis zu 18 % – sind zwar belastend, aber eher Ausnahmen in Reaktion auf extreme externe Faktoren (Pandemie, Inflation, Klinikpreise).
Langfristig zeigt sich: Das PKV-Modell mit kapitalgedeckten Rückstellungen ist stabiler – aber nur, wenn die Kalkulation langfristig stimmt. Wer früh einsteigt, gesund bleibt und einen gut gewählten Tarif hat, kann sich über planbare Beiträge und verlässliche Leistungen freuen – auch in turbulenten Zeiten.





