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# PKV-Glossar mit Fachbegriffen in Alltagssprache

Im Antrag und in den Tarifbedingungen tauchen Begriffe auf, die ohne Erklärung kaum jemand versteht. Hier finden Sie alle alphabetisch erklärt, von Alterungsrückstellungen bis Zusatzversicherung.

116 Begriffe

A

### Abschlusskosten

Einmalige Kosten beim Vertragsabschluss, etwa für Beratung und Vermittlung. Sie werden über die Beiträge der ersten Jahre finanziert.

### Alterungsrückstellungen

Kapital, das Ihr Versicherer in jungen Jahren aus Ihren Beiträgen anspart und verzinst, um die höheren Gesundheitskosten im Alter abzufedern. So bleibt Ihr Beitrag im Alter kalkulierbar.

### Ambulante Behandlung

Behandlung ohne Übernachtung im Krankenhaus, etwa beim niedergelassenen Arzt. In der PKV ein eigener Leistungsbaustein.

### Anonyme Risikovoranfrage

Verfahren, bei dem Ihre Annahmechancen vorab geklärt werden, ohne dass Ihr Name bei den Versicherern aktenkundig wird. So vermeiden Sie Ablehnungen, die spätere Anträge erschweren.

### Anwartschaftsversicherung

Ruhende Versicherung, mit der Sie sich Ihren Gesundheitszustand und Ihre Alterungsrückstellungen für einen späteren Wiedereinstieg sichern, zum Beispiel während einer Zeit im Ausland. Gegen einen kleinen Beitrag bleibt Ihr Anspruch erhalten.

### Anzeigepflichtverletzung

Verstoß gegen die vorvertragliche Anzeigepflicht, etwa durch verschwiegene Vorerkrankungen. Je nach Verschulden kann der Versicherer zurücktreten, anfechten, kündigen oder den Vertrag anpassen.

### Arbeitgeberzuschuss

Zuschuss Ihres Arbeitgebers zum PKV-Beitrag nach § 257 SGB V. Er beträgt die Hälfte Ihres Beitrags, höchstens den Betrag, den der Arbeitgeber auch in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen würde.

### Arzneimittel

Verschreibungspflichtige und teils apothekenpflichtige Medikamente, die der Tarif im vereinbarten Rahmen erstattet.

### Auslandsreisekrankenversicherung

Schutz für medizinische Kosten auf Reisen ins Ausland, oft als günstiger Zusatzbaustein zum Tarif.

### Äquivalenzprinzip

In der PKV richtet sich Ihr Beitrag nach Ihrem individuellen Risiko und Eintrittsalter sowie dem gewählten Leistungsumfang. Ein Ausgleich nach Einkommen findet nicht statt.

B

### Basistarif

Brancheneinheitlicher Tarif der PKV mit Leistungen auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung. Er unterliegt einem Kontrahierungszwang, der Beitrag ist auf den gesetzlichen Höchstbeitrag begrenzt.

### Bausteinprinzip

Aufbau eines Tarifs aus einzelnen Modulen für ambulante, stationäre und zahnärztliche Leistungen. So stellen Sie Ihren Schutz nach Bedarf zusammen.

### Beamte und PKV

Beamte kombinieren die Beihilfe ihres Dienstherrn mit einem beihilfekonformen PKV-Tarif, der genau den verbleibenden Anteil der Kosten absichert.

### Beihilfe

Zuschuss des Dienstherrn zu den Krankheitskosten von Beamten und deren Angehörigen. Den verbleibenden Anteil deckt eine private beihilfekonforme Versicherung ab.

### Beihilfebemessungssatz

Prozentsatz, zu dem die Beihilfe die Kosten eines Beamten übernimmt, meist zwischen 50 und 80 Prozent.

### Beihilfeergänzungstarif

Zusatztarif, der Lücken der Beihilfe schließt, etwa für Wahlleistungen oder höherwertigen Zahnersatz.

### Beihilfefähigkeit

Eigenschaft von Kosten, die von der Beihilfe des Dienstherrn übernommen werden. Der beihilfekonforme Tarif sichert den verbleibenden Anteil ab.

### Beihilfekonformer Tarif

PKV-Tarif, der genau den Prozentsatz absichert, den die Beihilfe nicht übernimmt. So entsteht für Beamte ein lückenloser Schutz.

### Beitragsanpassung

Regelmäßige Überprüfung und Anpassung der Beiträge, wenn die tatsächlichen Gesundheitskosten dauerhaft von den kalkulierten abweichen. Ein unabhängiger Treuhänder muss jeder Anpassung zustimmen.

### Beitragsbemessungsgrenze

Einkommensgrenze, bis zu der in der gesetzlichen Krankenversicherung Beiträge erhoben werden. Für 2027 liegt sie bei 6.375 € im Monat.

### Beitragsdynamik

Vereinbarte regelmäßige Erhöhung von Beitrag und Leistung, etwa beim Krankentagegeld, um die Absicherung an steigende Einkommen anzupassen.

### Beitragsentlastungstarif

Zusätzlicher Baustein, mit dem Sie heute etwas mehr zahlen, um Ihren Beitrag ab einem festgelegten Alter dauerhaft zu senken. Die Mehrbeiträge fließen in zusätzliche Alterungsrückstellungen.

### Beitragsrückerstattung

Erstattung eines Teils Ihrer Beiträge, wenn Sie in einem Jahr keine Rechnungen einreichen. Sie belohnt einen leistungsfreien Verlauf.

### Beitragsrückstand

Ausstehende Beiträge. Bleiben sie über längere Zeit offen, führen sie in den Notlagentarif, bis der Rückstand ausgeglichen ist.

### Beitragsstabilität

Maß dafür, wie planbar Ihr Beitrag über die Jahre bleibt. Sie hängt vor allem von der soliden Kalkulation des Versicherers ab.

### Beitragsvorauszahlung

Vorauszahlung künftiger Beiträge, oft in gewinnstarken Jahren. Sie kann den Beitrag im Alter senken und den Sonderausgabenabzug vorziehen.

### Beitragszahlweise

Rhythmus der Beitragszahlung, monatlich, viertel-, halb- oder jährlich. Die jährliche Zahlung wird oft mit einem Nachlass belohnt.

C

### Chefarztbehandlung

Wahlleistung im Krankenhaus, die Ihnen die Behandlung durch den leitenden Arzt sichert. Sie zählt zu den privatärztlichen Leistungen.

D

### Diagnosis Related Groups

System diagnosebezogener Fallpauschalen, nach dem Krankenhäuser ihre Leistungen abrechnen. Jede Behandlung wird einer Fallgruppe mit festem Entgelt zugeordnet.

E

### Einbettzimmer

Wahlleistung Unterkunft, die Ihnen im Krankenhaus ein Ein- oder Zweibettzimmer sichert.

### Eintrittsalter

Alter bei Vertragsbeginn. Es bestimmt den Beitrag dauerhaft mit, weil die Alterungsrückstellungen darauf aufbauen.

### Erstattungsfähige Kosten

Kosten, die der Tarif im vereinbarten Umfang und im Rahmen der Gebührenordnungen übernimmt.

### Erstattungsprinzip

In der PKV erhalten Sie die Rechnung selbst und gehen in Vorleistung. Anschließend erstattet Ihr Versicherer die Kosten.

F

### F-Diagnose

Diagnose aus dem Kapitel F der Klassifikation ICD-10, das psychische und Verhaltensstörungen umfasst, etwa Depressionen oder Angststörungen. In der Gesundheitsprüfung der PKV werden solche Diagnosen besonders sorgfältig bewertet und können zu Risikozuschlägen oder einer Ablehnung führen.

### Familienversicherung

Beitragsfreie Mitversicherung von Angehörigen ohne eigenes Einkommen in der gesetzlichen Krankenversicherung. In der PKV zahlt jede Person einen eigenen Beitrag.

### Freie Arztwahl

Möglichkeit, Ärzte, Fachärzte und Kliniken frei zu wählen. Sie gehört zu den Kernvorteilen der privaten Krankenversicherung.

### Freiwillige gesetzliche Versicherung

Freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung für Personen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze, die statt der PKV die gesetzliche Kasse wählen.

### Fristen und Kündigung

Ihre PKV kündigen Sie in der Regel zum Ablauf des Versicherungsjahres mit einer Frist von drei Monaten. Der Wechsel setzt den Nachweis einer Anschlussversicherung voraus.

G

### Gebührenordnung für Zahnärzte

Amtliche Gebührenordnung für zahnärztliche Privatleistungen, vergleichbar mit der Gebührenordnung für Ärzte.

### Gebührenordnung für Ärzte

Amtliche Grundlage, nach der Ärzte privatärztliche Leistungen abrechnen. Sie legt Gebührensätze und Steigerungsfaktoren fest.

### Gesetzliche Krankenversicherung

Umlagefinanziertes System, in dem sich der Beitrag nach dem Einkommen richtet. Angehörige ohne eigenes Einkommen sind beitragsfrei mitversichert.

### Gesetzlicher Beitragszuschlag

Zuschlag von 10 % auf den Beitrag der Vollversicherung, der zusätzliche Alterungsrückstellungen bildet und den Beitrag im Alter dämpft. Er wird zwischen dem 22. und 60. Lebensjahr erhoben.

### Gesundheitsfragen

Fragen zum Gesundheitszustand im Antrag, die die Grundlage der Gesundheitsprüfung bilden. Sie sind wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten.

### Gesundheitsprüfung

Prüfung Ihres Gesundheitszustands vor Vertragsabschluss anhand von Gesundheitsfragen. Sie bestimmt Annahme, Beitrag und mögliche Zuschläge.

H

### Heilmittel

Verordnete Therapien wie Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie. Der Tarif legt fest, in welchem Umfang die Kosten übernommen werden.

### Heilpraktikerleistungen

Erstattung für Behandlungen durch Heilpraktiker, je nach Tarif und im Rahmen des Gebührenverzeichnisses für Heilpraktiker.

### Hilfsmittel

Medizinische Hilfsmittel wie Hörgeräte, Rollstühle oder Prothesen. Umfang und Höchstsätze regelt der Tarif über ein Hilfsmittelverzeichnis.

### Höchstbeitrag

Höchster Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung, der sich aus der Beitragsbemessungsgrenze ergibt. Er dient in der PKV auch als Obergrenze für Basis- und Standardtarif.

### Höherversicherung

Wechsel in einen besseren Schutz. Ohne bestehendes Optionsrecht kann dafür eine erneute Gesundheitsprüfung nötig sein.

J

### Jahresarbeitsentgeltgrenze

Einkommensgrenze, ab der sich Angestellte privat versichern können. Für 2027 liegt sie bei 84.150 € im Jahr, also 7.012,50 € im Monat.

K

### Kapitaldeckungsverfahren

Finanzierungsverfahren der PKV, bei dem für jede versicherte Person Kapital angespart wird. Es unterscheidet die PKV vom Umlageverfahren der gesetzlichen Krankenversicherung.

### Karenzzeit

Zeitraum beim Krankentagegeld, nach dessen Ablauf die Zahlung einsetzt. Bei Selbstständigen beginnt sie häufig ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit.

### Kieferorthopädie

Zahnmedizinische Leistungen zur Korrektur von Zahn- und Kieferfehlstellungen, deren Erstattung der Tarif regelt.

### Kindernachversicherung

Aufnahme eines Neugeborenen ohne Gesundheitsprüfung und ohne Wartezeit, wenn ein Elternteil zum Zeitpunkt der Geburt ausreichend lange versichert ist.

### Kontrahierungszwang

Pflicht des Versicherers, bestimmte Antragsteller anzunehmen, etwa im Basistarif. Ein Ausschluss ist dort nicht zulässig.

### Kostenvoranschlag

Vorab eingereichte Aufstellung geplanter Kosten, auf deren Grundlage der Versicherer eine Kostenzusage erteilt.

### Kostenzusage

Vorab erteilte Zusage des Versicherers, dass er die Kosten einer geplanten Behandlung übernimmt.

### Krankenhaustagegeld

Fester Tagessatz für jeden Tag im Krankenhaus, frei verwendbar für zusätzliche Kosten.

### Krankentagegeld

Leistung, die Ihren Verdienstausfall bei längerer Arbeitsunfähigkeit ersetzt. Für Selbstständige und Gutverdiener schließt es die Lücke, die das Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung offenlässt.

### Krankenversicherung der Rentner

Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung für Rentner, die eine bestimmte Vorversicherungszeit erfüllen.

### Krankenversicherungsschutz

Umfang der Leistungen, die Ihr Vertrag im Krankheitsfall übernimmt.

### Kur und Rehabilitation

Leistungen für Kuren und Anschlussheilbehandlungen, deren Umfang der jeweilige Tarif festlegt.

L

### Leistungsausschluss

Vereinbarter Ausschluss bestimmter Leistungen oder Vorerkrankungen vom Versicherungsschutz. Er ist eine Alternative zum Risikozuschlag.

### Leistungsbereiche

Die drei Bausteine ambulant, stationär und Zahn, aus denen sich der Schutz einer privaten Krankenversicherung zusammensetzt.

### Leistungskatalog

Gesamtheit der Leistungen, die ein Tarif abdeckt, festgelegt in den Tarifbedingungen.

M

### Medizinisch notwendige Heilbehandlung

Maßstab für die Erstattung. Der Versicherer übernimmt Kosten, soweit die Behandlung medizinisch notwendig ist.

N

### Nettobeitrag

Der Bruttobeitrag enthält den gesetzlichen Zuschlag. Der Nettobeitrag ist der Betrag nach Abzug von Beitragsrückerstattung oder Entlastung.

### Notlagentarif

Auffangtarif für Versicherte mit erheblichen Beitragsrückständen. Er deckt nur akute Behandlungen und Vorsorge, bis die Rückstände ausgeglichen sind.

O

### Obliegenheit

Vertragliche Verhaltenspflicht des Versicherten, etwa die wahrheitsgemäße Anzeige oder die rechtzeitige Meldung. Ihre Verletzung kann den Leistungsanspruch gefährden.

### Offene und geschlossene Tarife

Offene Tarife nehmen weiter Neukunden auf. Geschlossene Tarife stehen nur noch Bestandskunden offen.

### Optionstarif

Baustein, der Ihnen das Recht sichert, später ohne erneute Gesundheitsprüfung in einen höheren Schutz zu wechseln.

### Öffnungsklausel

Regelung, die Beamten und deren Angehörigen den Zugang zu einem beihilfekonformen Tarif ohne Ablehnung und mit begrenzten Risikozuschlägen erleichtert.

P

### Pflegepflichtversicherung

Gesetzlich vorgeschriebene Versicherung, die privat Krankenversicherte gegen das Pflegerisiko absichert. Sie ist Teil des PKV-Beitrags.

### Pflegetagegeld

Freiwillige Zusatzleistung, die im Pflegefall einen vereinbarten Tagessatz zahlt und die Lücke der Pflegepflichtversicherung schließt.

### Portabilität der Alterungsrückstellungen

Möglichkeit, beim Wechsel des Versicherers einen Teil der Alterungsrückstellungen mitzunehmen. Der übertragbare Betrag entspricht dem Übertragungswert im Umfang des Basistarifs.

### Primärarztprinzip

Tarifvariante mit günstigerem Beitrag, bei der Sie zuerst Ihren Hausarzt aufsuchen, bevor Sie einen Facharzt in Anspruch nehmen.

### Professionelle Zahnreinigung

Vorsorgeleistung beim Zahnarzt, die viele Tarife bis zu einem jährlichen Höchstbetrag übernehmen.

### Psychotherapie

Ambulante psychotherapeutische Behandlung. In der PKV ist sie je nach Tarif auf eine bestimmte Zahl an Sitzungen pro Jahr begrenzt.

R

### Rechnungsprüfung

Prüfung eingereichter Rechnungen durch den Versicherer auf medizinische Notwendigkeit und korrekte Abrechnung nach den Gebührenordnungen.

### Rechnungszins

Zins, mit dem der Versicherer die Alterungsrückstellungen kalkuliert. Der aufsichtsrechtliche Höchstrechnungszins begrenzt ihn nach oben.

### Regelleistung

Standardumfang eines Tarifs ohne zusätzliche Wahlleistungen.

### Regress

Rückgriff des Versicherers auf einen Dritten, der den Schaden verursacht hat, um erstattete Kosten zurückzuholen.

### Risikozuschlag

Beitragsaufschlag für ein erhöhtes Gesundheitsrisiko, den der Versicherer statt einer Ablehnung erheben kann.

### Rücktritt und Anfechtung

Rechte des Versicherers, sich bei falschen oder verschwiegenen Angaben in der Gesundheitsprüfung vom Vertrag zu lösen.

S

### Sehhilfen

Brillen und Kontaktlinsen. Der Tarif erstattet sie meist bis zu einem festgelegten Höchstbetrag innerhalb eines Zeitraums.

### Selbstbehalt

Vereinbarter Betrag, den Sie im Jahr selbst tragen, bevor der Versicherer erstattet. Ein höherer Selbstbehalt senkt den Beitrag.

### Selbstständige und PKV

Für Selbstständige und Freiberufler ist die PKV frei zugänglich, unabhängig von der Höhe des Einkommens.

### Selbstzahler

Patient, der eine Leistung zunächst selbst bezahlt. In der PKV ist das über das Erstattungsprinzip der Regelfall.

### Sonderausgabenabzug

Steuerliche Absetzbarkeit Ihrer Beiträge zur Basisabsicherung und zur Pflegepflichtversicherung als Vorsorgeaufwendungen nach § 10 EStG.

### Sozialtarife

Sammelbegriff für Basistarif, Standardtarif und Notlagentarif mit begrenztem Beitrag und Leistungsumfang.

### Standardtarif

Älterer brancheneinheitlicher Tarif für langjährig Versicherte, der nur noch Bestandskunden offensteht. Sein Beitrag ist auf den gesetzlichen Höchstbeitrag begrenzt.

### Stationäre Behandlung

Behandlung mit Aufnahme ins Krankenhaus. Hier greifen Wahlleistungen wie Chefarztbehandlung und Ein- oder Zweibettzimmer.

### Statusfeststellung

Verfahren der Deutschen Rentenversicherung, das klärt, ob ein Geschäftsführer sozialversicherungspflichtig ist. Das Ergebnis entscheidet über den Zugang zur PKV und die Gestaltung des Arbeitgeberzuschusses.

### Steigerungssatz

Faktor in den Gebührenordnungen für Ärzte und Zahnärzte, mit dem der Gebührensatz je nach Aufwand der Behandlung erhöht wird.

### Substitutive Krankenversicherung

Vollversicherung, die die gesetzliche Krankenversicherung vollständig ersetzt. Für sie gelten besondere Schutzvorschriften wie die Bildung von Alterungsrückstellungen.

T

### Tarifwechsel nach § 204 VVG

Ihr gesetzliches Recht, innerhalb Ihres Versicherers in einen anderen Tarif mit gleichartigem Schutz zu wechseln und dabei Ihre Alterungsrückstellungen zu behalten.

### Treuhänder

Unabhängige Person, die Beitragsanpassungen prüft und ihnen zustimmen muss. Sie schützt die Versicherten vor unbegründeten Erhöhungen.

U

### Umlageverfahren

Finanzierungsverfahren der gesetzlichen Krankenversicherung, bei dem die laufenden Beiträge sofort für die aktuellen Ausgaben verwendet werden.

### Unisex-Tarif

Tarif mit einheitlichem Beitrag für Frauen und Männer. Seit 2013 sind unterschiedliche Beiträge nach Geschlecht unzulässig.

### Überschussbeteiligung

Beteiligung der Versicherten an den Überschüssen des Versicherers. Die Mittel fließen in die Rückstellung für Beitragsrückerstattung und kommen den Beiträgen zugute.

V

### Versicherungsfähigkeit

Voraussetzung, die erfüllt sein muss, um einen bestimmten Tarif abzuschließen, etwa der Status als Selbstständiger oder Beamter.

### Versicherungspflicht

Allgemeine Pflicht, in Deutschland krankenversichert zu sein, gesetzlich oder privat.

### Versicherungsschein

Urkunde, die Ihren Vertrag und den vereinbarten Leistungsumfang dokumentiert.

### Vorerkrankung

Gesundheitliche Beeinträchtigung, die vor Vertragsabschluss bestand. Sie ist in der Gesundheitsprüfung wahrheitsgemäß anzugeben.

### Vorläufige Deckung

Vorläufiger Versicherungsschutz ab Antragstellung, bevor der Vertrag endgültig ausgefertigt ist.

### Vorsorgeuntersuchungen

Leistungen zur Früherkennung, die viele Tarife ohne Anrechnung auf den Selbstbehalt übernehmen.

### Vorversicherungszeit

Zeitraum einer bestehenden Versicherung, der bei bestimmten Leistungen oder Wechseln angerechnet wird.

### Vorvertragliche Anzeigepflicht

Pflicht, im Antrag alle abgefragten gesundheitlichen Umstände wahrheitsgemäß und vollständig anzugeben. Sie ergibt sich aus § 19 VVG und ist die Grundlage der Gesundheitsprüfung.

W

### Wahlleistungen

Zusätzliche Leistungen über den Regelumfang hinaus, etwa Chefarztbehandlung und Einbettzimmer. Sie zählen nicht zur steuerlich absetzbaren Basisabsicherung.

### Wahltarife der GKV

Besondere Tarife gesetzlicher Kassen, etwa mit Selbstbehalt oder Kostenerstattung. Sie ändern nichts am Grundprinzip der gesetzlichen Krankenversicherung.

### Wartezeit

Zeitraum nach Vertragsbeginn, in dem noch kein Leistungsanspruch besteht. Die allgemeine Wartezeit beträgt drei Monate, für Zahnersatz und Entbindung acht Monate. Bei nachgewiesener Vorversicherung entfällt sie oft.

### Widerrufsrecht

Recht, den Versicherungsvertrag innerhalb von 14 Tagen nach Abschluss ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Es ergibt sich aus § 8 VVG.

Z

### Zahnersatz

Leistungsbereich für Kronen, Brücken und Implantate. In den ersten Jahren begrenzt oft eine Summenstaffel die Erstattung.

### Zillmerung

Verrechnungsverfahren, das die Abschlusskosten rechnerisch auf die ersten Vertragsjahre verteilt.

### Zusatzbeitrag

Individueller Beitragsanteil, den jede gesetzliche Kasse zusätzlich zum allgemeinen Beitragssatz erhebt. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag liegt 2026 bei rund 2,9 %.

### Zusatzversicherung

Private Zusatzpolice, die den Schutz gesetzlich Versicherter aufwertet, etwa für Zähne, stationäre Leistungen oder Auslandsreisen.

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